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Kernel kompilieren

Momen Badghissy, 07.07.08 08:48

Eigenen Kernel kompilieren - Schnell, unkompliziert und effektiv

Einleitung

Kernel Kompilieren für OpenSuse - Version: 0.2b
Diese Anleitung basiert auf die, meiner Meinung nach, perfekte Anleitung von Dr. Thomas Hertweck (Linux-Kernel-HOWTO von Dr. Thomas Hertweck). Ich habe die Anleitung in einigen Punkten ergänzt und in vielen Punkten gekürzt, um Zeit zu sparen.

Kernel herunterladen:

Man geht auf http://www.kernel.org und wählt dort einen Server. Oder direkt auf http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/ und lädt die neuste Version herunter. Dort lädt man die in .bz2 gepackte Version. Die Datei würde so aussehen: linux-2.6.x.x.tar.bz2

Kernel Entpacken:

Als erstes öffnet man natürlich eine Konsole. Man wechselt in das Verzeichnis wo sich die Kernelquellen befinden: cd /usr/src/ Hier erlangt man die Root-Rechte und entpackt den neuen Kernel, den man heruntergeladen hat: su tar -xvjf /pfad/zu/linux-2.6.x.x.tar.bz2

Kernelrelease Anpassen:

Da auf einem Rechner mehrere Kernel installiert sein können, ist es ratsam jeden Kernel die richtige Bezeichung zu geben. So werden Konflikte vermieden, weil jeder Kernel die eigene Bezeichnung hat und das ganze wirkt auch übersichtlicher. Im gerade entpackten Kernel-Verzeichnis öffnet man das Makefile z.B. mit kate: kate Makefile Dort ergänzt man die vierte Zeile um eine Bezeichnung: von EXTRAVERSION = .x in EXTRAVERSION = .x-t1 t1 z.B. für Test1. Natürlich kann man auch eine eigene Bezeichung definieren. Dann abspeichern und Kate schließen.

Kernel konfigurieren:

Man ruft die Konfiguration auf (die Pakete "qt" und "qt-devel" sollten installiert sein): make xconfig Hier ist man beim wichtigsten Teil der Aufgabe. Man rührt hier am besten nichts an, was man nicht kennt. Die wichtigsten Einstellungen, die man eigentlich vornehmen sollte, habe ich in Screenshots markiert.
Nach dem man die Konfiguration durchgeführt hat, speichert man diese ab und schließt das Fenster. Am besten sichert man vorher eine Kopie der Konfiguration auch separat nochmal an einem anderen Ort. So kann man immer wieder auf seine Konfiguration zugreifen und muss nicht alles neu einrichten.

Kernel kompilieren:

Die Kompilierung nimmt je nach PC-Leistung viel Zeit in Anspruch. Besitzt man einen CPU mit zwei oder mehr Kerne, so kann man die Aufgabe aufteilen. Man setzt hinter make einfach -j2 (für DualCore) oder -j4 für Quadcore usw. Etwa so: make -j2 oder make -j4 Hat man jedoch nur ein SingleCore CPU dann einfach: make all Nach dem die Kompilierung beendet ist, installiert man den Kernel: make modules_install Die Bezeichnung des neuen Kernels gibt folgender Befehl aus: make kernelrelease Den frisch installierten Kernel und den neuen System.map-Datei müssen jetzt in das boot-Verzeichnis kopiert werden. Dies geschieht wie folg: cp ./arch/i386/boot/bzImage /boot/vmlinuz-2.6.x.x-t1-default cp ./System.map /boot/System.map-2.6.x.x-t1-default
Nun ist eine Initial Ramdisk für den neuen Kernel zu erstellen. Dazu wechselt man zuerst in das Boot-Verzeichnis: cd /boot Ein Initial Ramdisk erstellt man mit folgendem Befehl: mkinitrd -k vmlinuz-2.6.x.x-t1-default -i initrd-2.6.x.x-t1-default

Bootloader anpassen:

Damit der neue Kernel auch geladen werden kann, muss dazu ein Eintrag im Bootloader erstellt werden. Dazu ruft man zuerst die Bootloaderkonfiguration auf (ebenfalls mit root-Rechten): kate /boot/grub/menu.lst Dort trägt man den neuen Kernel wie folgt ein: title openSUSE 10.3 - 2.6.22.12-0.1 root (hd0,3) kernel /boot/vmlinuz-2.6.22.12-0.1-default root=/dev/sda4 vga=0x317 resume=/dev/sda3 splash=silent showopts initrd /boot/initrd-2.6.22.12-0.1-default
title openSUSE 10.3 - t1 root (hd0,3) kernel /boot/vmlinuz-2.6.x.x-t1-default root=/dev/sda4 vga=0x317 resume=/dev/sda3 splash=silent showopts initrd /boot/initrd-2.6.x.x-t1-default

Jetzt nur noch neustarten und den neuen Kernel auswählen.

Probleme, die auftreten könnten:

Der X-Server startet nicht. Kernel bootet überhaupt nicht. Hardware XY funktioniert nicht.



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